Was macht Facebook mit unseren Nutzerdaten? – Artikelserie Internetfallen

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In Teil eins unserer sechsteiligen Artikelserie möchten wir ein sehr umstrittenes Thema behandeln. Es geht um Facebook und den Missbrauch der Nutzerdaten. Es wird die Frage, was genau Facebook mit unseren Nutzerdaten macht sich behandelt.

Da Facebook mit momentan 600 Millionen aktiven Nutzern das weltweit größte soziale Netzwerk ist und diese Nutzer äußerst leichtsinnig mit ihren Daten umgehen, trägt Facebook eine riesengroße Verantwortung. Leider ist in den letzten Jahren rausgekommen, dass Facebook entweder  nicht genug auf den Schutz der Nutzer-Informationen geachtet hat oder einfach nur leichtsinnig mit ihnen umgegangen ist.

Oft sehen die Nutzer des größten sozialen Netzwerks diese Pannen als nicht weiter tragisch an, den sie behaupten, dass mit den von ihnen angegebenen Informationen nicht viel gemacht werden kann. Genau mit dieser Frage möchten wir uns in diesem ersten Teil der Artikelserie zum Thema Internet fallen befassen, wir möchten Ihnen zeigen dass Ihre Nutzerdaten weitaus mehr wert sind als sie vorher zu glauben meinten, doch dazu müssen wir erst einmal verstehen wie dritte an unsere Daten rankommen.

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Wie kommen dritte über Facebook überhaupt an meine Daten?

In Bezug auf Facebook sind in den letzten Jahren eine Menge Datenschutzskandale bekannt geworden. Am 26.7.10 konnte der US Blogger Ron Bowes beispielsweise 100.000 Facebook Profile auslesen und festhalten. Dies wurde ihm durch das öffentliche Namensverzeichnis, bei welchem jeder Nutzer entscheiden kann ob bei der aufgelistet werden möchte oder nicht, ermöglicht. Um nicht in diesem Namensverzeichnis zu landen musste man jedoch tief in den Einstellungen graben.

Am 5.5.10 hat eine Sicherheitslücke in Facebook es den Nutzern ermöglicht die laufenden Chat Gespräche ihrer Freunde für einen kurzen Augenblick mit zu verfolgen. Obwohl Facebook kurz davor versichert hatte an dem Datenschutz gearbeitet zu haben, war es in dieser Zeit außerdem möglich die Kontaktanfragen seiner Freunde einzusehen.

Das folgende Video handelt über den ebenfalls umstrittenen Facebook Freundefinder:

Man könnte behaupten dass das Jahr 2010 nicht gerade prickelnd für das Image des wohl größten sozialen Netzwerks namens Facebook war, denn am 31.3.10 führte ein Systembug dazu, dass rund 400 Millionen E-Mail-Adressen von drei bis vier Uhr morgens für alle sichtbar waren .

Dies sind nur drei Beispiele von vielen, die die Sicherheitslücken der heutigen sozialen Netzwerke darstellen und ein Grund mehr, vorsichtiger bei der Freigabe von Informationen über sich zu sein.

Was macht Facebook und Co mit unseren Nutzerdaten?

Nachdem wir nun erfahren haben durch welche Sicherheitsmängel dritte durch Facebook unserer Nutzerdaten gelangen, ist es nun Zeit sich zu fragen was Facebook und Drittanbieter überhaupt mit unseren Daten macht und wie sich damit Geld verdienen lässt. Hierzu nehmen wir an, dass durch eine Sicherheitslücke unsere E-Mail Adresse, unser Alter, Name und ungefährer Wohnort an Dritte gelangt ist.

Da nun ein dritter Unsere E-Mail-Adresse, unser Alter unseren Namen und den ungefähren Wohnort kennt, kann dieser entweder zielgenaue Spam Werbung versenden in, welcher für uns möglicherweise interessante Produkte angeboten werden. Nun denkt man ja erst Moment, dass die Werbung ja gar nicht schlimm ist und man diese im Notfall einfach nur löschen kann, doch wird ihnen nicht nur Spam Werbung per E-Mail zugesendet, sondern verfolgt Sie dieser leichtsinnige Umgang mit Ihren Daten im ganzen Internet weiter.

Auch Google und Yahoo nutzen Nutzerdaten um Geld zu verdienen

Als zweites Beispiel möchten wir von der Zusammenarbeit zwischen Facebook und zwei bekannten Werbeunternehmen aus dem Internet berichten. Denn bis Mai 2010 hat Facebook den Werbeunternehmen DoubleClick und Yahoos Right Media den Namen, die Adresse und das Alter derer übermittelt, die auf die geschalteten Anzeigen von den oben genannten Werbeunternehmen gekickt haben. Mit diesen Daten konnte Google und Yahoo ihre Werbung noch besser optimieren und konnte Internetserver so indirekt zum Kauf zwingen.

Eine weiteres Interessantes Video zum Thema:

Es ist interessant zu sehen, dass unsere Nutzerdaten meist nur indirekt gegen uns verwendet werden können. Doch sind diese Informationen durchaus mehr wert als von uns angenommen. Es kommt nämlich immer auf die Masse an auf welche man seine Produkte mithilfe gekaufter Nutzer Daten optimieren kann. Im nächsten Artikel im nächsten Artikel werden wir dann auf die etwas andere Internetfalle namens  „Cyber Mobbing“ eingehen.

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