Internetfallen, wie Kriminelle über Facebook Daten stehlen und missbrauchen

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Wenn Kriminelle an Ihre Daten für Onlinebanking gelangen wollen, müssen sie heutzutage nur eine Nachricht an Sie schreiben. Schon länger warnen Spezialisten für Internet – Sicherheit vor dubiosen Machenschaften und Gefahren, die im wohl populärsten sozialen Netzwerk Facebook lauern. In erster Linie betrifft es natürlich User in den USA, doch auch hierzulande werden mehr und mehr Menschen Opfer von Kriminellen im Netz, die Daten von naiven Benutzern stehlen. Bereits unscheinbare und auf den ersten Blick ungefährliche Nachrichten können Sie Ihre Zugangsdaten für Facebook, Ihr E-Mail – Fach oder gar das Onlinebanking – Konto kosten.

Was früher Seiten mit illegalen oder pornografischen Inhalten waren, das ist heutzutage das Facebook, nämlich eine ideale Möglichkeit für Kriminelle Zugangsdaten oder andere Informationen leicht zu stehlen und anschließend zu missbrauchen. Inzwischen wissen viele User über die ersteren bescheid, während Facebook nach wie vor den Status eines sozialen Netzwerks für Freunde und Bekannte genießt. Doch warum wird Facebook immer gefährlicher? Wegen uns…!

Fangen wir doch damit an, dass man von uns immer und überall die Eingabe von Zugangsdaten fordert – am Arbeitsplatz, im E-Mail – Postfach, auf der Seite für Onlinebanking und anderen Internet –Ressourcen. Und was machen wir? Richtig – wir benutzen für viele dieser Dienste dasselbe Passwort! Das wissen natürlich auch Internet – Kriminelle, die es auf diese Zugangsdaten abgesehen haben. Falls Sie doch mehrere Passwörter benutzen, werden Hacker versuchen an diese über Facebook zu gelangen. Dabei sind der Kreativität scheinbar keine Grenzen gesetzt. Bereits vor Kurzem haben Hacker mit Hilfe einer simplen Nachricht an User bei Facebook versucht an Zugangsdaten für Facebook – Accounts zu kommen, in vielen Fällen vermutlich mit Erfolg. Als harmlose und interaktive Spiele oder Applikationen getarnt, sollen Anwendungen Zugangsdaten stehlen. Wenn Sie glauben, dass Sie nie auf so etwas reinfallen würden, irren Sie sich. Und so sah die scheinbar ungefährliche Nachricht aus:

  • Wer kennt mich am besten?

Diese Nachricht sieht folgendermaßen aus:

„Versuch zu erraten: meinen zweiten Namen, mein Alter, mein Lieblingsgetränk, meinen Geburtstag, meine erste Liebe, mein bester Freund, meine Lieblinksfarbe, meine Haarfarbe, meine Augenfarbe, mein Lieblingsgericht, den Namen meiner Mutter…

Platziere diese Nachricht in deine Status – Anzeige und erfahre wer dich von deinen Freunden am besten kennt!“

Eine scheinbar nette Nachricht und ebenso eine nette Spielerei, warum auch nicht. Mal schnell den Satz kopieren und als Status aktivieren. Und schon erscheinen die ersten Kommentare der Freunde und wer kennt einen besser als eigene Freunde? Was man jedoch nicht bedacht hat ist die Tatsache, dass auch andere diese Kommentare lesen und wenn man genauer hinschaut, werden die Antworten im Falle eines Treffers ziemlich oft als Passwörter verwendet oder in diese integriert. Schon können Kriminelle anfangen den Facebook – Account zu knacken und das ganze Spiel mit den Freunden aus der Freundesliste wiederholen, oder sich gleich an das Online – Banking – Konto trauen.

  • „Ihr Freund hat bereits auf Ihre Frage geantwortet!“

Ihr Freund hat auf Ihre Frage geantwortet und Sie müssen einem Link folgen, um die Antwort lesen zu können. Dabei landet man auf einer Seite mit dem Titel „21 Fragen“. Als Nächstes geschieht folgendes: Sie werden gebeten den Zugang zu sämtlichen Daten bei Facebook zu gewähren, d.h. zu solchen Informationen wie Name, Alter, Fotos, Gruppen und Freunden. Anschließend bekommen Sie eine E-Mail mit einem Programm. Man bitte Sie um Erlaubnis sämtliche Antworten auf der Pinnwand zu veröffentlichen und so erhalten Kriminelle Zugang zu allen persönlichen Informationen, auch wenn Sie dieses Programm nicht benutzen. Der internen Umfrage zufolge haben mindestens 850 User an dieser „21 Fragen –Aktion“ teilgenommen. Auch auf diese Weise sammeln Hacker Informationen, um damit E-Mail-Fächer, Facebook-Accounts oder Online – Banking – Konten zu stehlen.

  • „Ich habe ein Video über dich gefunden!“

Das ist wohl die gefährlichste Spam-Variante, die es bei Facebook gegeben hat bzw. gibt. Mit seiner Hilfe wird auf dem Computer des Users ein Programm installiert, das sämtliche Zugangsdaten mitliest, während Sie diese eintippen.

Wie das funktioniert? Sie folgen wie oben einem Link, können das versprochene Video jedoch leider nicht abspielen, da Ihr Video – Player aktualisiert werden soll. Da man so etwas auch beim Adobe Flashplayer regelmäßig macht, ahnt man nicht, dass es sich in diesem Fall um einen Virus handelt, mit dem Ihr Online-Banking – Konto oder Ihr E-Mail – Fach gehackt wird. Anschließend stellt man überraschen fest, dass Geld abgebucht wurde oder, dass man seltsame E-Mails in seinem Fach beantworten soll. Sofern Sie über eine aktuelle Version eines guten Antivirusprogramms verfügen, wird dieses den Schädling melden, wenn nicht, kann das Ganze sehr schlimm enden…

Falls Sie also wirklich denken, Ihr Freund habe Ihnen dieses Video geschickt, dann fragen Sie ihn am besten selbst. Oft muss dieser Freund dann selber feststellen, dass sein Facebook – Account ebenso gehackt wurde, da er mit Sicherheit weiss, dass er keine Nachricht an Sie geschickt hat.

  • „Wir brauchen Geld!“

Das ist wohl die frechste und scheinbar naivste Art des Facebook – Betrugs, aber wo es viele Menschen gibt, da gibt es auch leider einige User, die Opfer dieser Masche geworden sind.

„Helfen Sie uns, wir sind in Asien/Kanada/Sonst wo und wir brauchen dringend Geld!“ – So lautet die Nachricht, die man eines Tages bekommt. Auf den ersten Blick glaubt man kaum, dass jemand auf so einen Trick reagieren, geschweige denn reinfallen würde. Frühe hat man solche Nachrichten per E-Mail verschickt und mittlerweile kennt nahezu jeder diese Spam – Variante. Doch jetzt kommt Facebook ins Spiel: Viel glaubwürdiger erscheint die Bitte, bzw. der Hilfeschrei, wenn er von Bekannten oder von Familienmitgliedern der Freunde kommt. Und so bereichern sich Kriminelle mit einem alten, naiven Trick. Die Zugangsdaten für das Facebook – Konto der Bekannten bekamen die Kriminellen mit einer der oben aufgelisteten Methoden.

Zusammenfassung:

Facebook bringt viele Menschen zusammen und das kann ein Risiko sein, denn viele Betrüger nutzen das Vertrauen, das Menschen zueinander haben, schamlos aus, um Daten, Informationen oder auch Geld zu stehlen. Bevor Sie also aktiv etwas unternehmen, sollten Sie sich persönlich mit Ihren Freunden und Bekannten unterhalten und sich allgemein vorsichtiger und zurückhaltender im Netz bewegen. Ebenso sollten Sie auf Ihrem Computer ein Antivirus – Programm installieren, das über eine Firewall verfügt. Diese überwacht den Daten – Transfer zwischen Ihrem Rechner und externen Computern.

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